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Bunter Ochsenkarren aus Costa Rica auf der Chrysanthema

Sarchí, ein Ort im Norden von Alajuela, ist die Heimat der fröhlich bunt bemalten Ochsenkarren, heute ein Symbol von Costa Rica. Einst beherrschten sie die ländlichen Gebiete der zentralen Hochfläche, allerdings damals als roh gezimmerte, einfache Karren, die jedes Hindernis unterwegs überwanden.

Bunter Ochsenkarren

Ihren Ursprung haben sie gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Auf der Höhe des Kaffeebooms dienten sie zum Transport der Kaffeesäcke nach Puntarenas am Pazifik, eine Reise, die 10-15 Tage in Anspruch nahm. Diese Strapazen bei jedem Wetter und die Schwierigkeiten auf schlechten Wegen, der tagelange Kampf mit dem Lehm, brachte die Costa Ricaner dazu, die Ochsenkarren mit massiven Rädern zu versehen. Hierdurch entfiel das ständige Säubern der Speichen von Lehm. In der Blütezeit des frühen Kaffeeanbaus waren bis zu 10.000 dieser Karren unterwegs., was mit sich brachte, dass viele andere Berufszweige Arbeit und Auskommen fanden wie Schmiede, Gastwirte und Arbeiter, die die Wege in Ordnung hielten.

Die Produktionstechnik erweiterte und verbesserte sich rapide, auch das Gefühl für Schönheit und Gestaltung nahm zu. Nach und nach entwickelte sich der Karren, die "Carreta", zum nationalen Symbol. Während eines ganzen Jahrhunderts waren die bemalten Karren die Achse der Entwicklung und Entfaltung des Landes. Der Karren eroberte die Herzen des Volkes. Er stand als Symbol für Kultur, Friedfertigkeit und Arbeit, Bescheidenheit, Geduld und Opferbereitschaft, Beharrlichkeit im Bemühen das Ziel zu erreichen. Auch später, als die Motorfahrzeuge die Arbeit der Karren übernahmen und die Straßenzustände besser wurden, blieben die Karren noch in Dienst. Es entwickelte sich der Ehrgeiz, die Wagen zu verschönern, sowohl durch Farben als auch durch Anwendung wertvollerer Hölzer, die das Gefährt stabiler Heute ist die "Carreta", der Ochsenkarren, das herausragende Zeichen von Costa Rica, er steht für die costaricanische Arbeit, repräsentiert die friedliche, liebenswerte Art der Costa Ricaner und ihre Demokratie. Im März 1988 wurde sie vom damaligen Präsidenten Oscar Arias offiziell zum Nationalen Symbol erklärt. Darüber hinaus erklärte die UNESCO im November 2005 den Ochsenkarren zum Weltkulturerbe.

Die "Carreta" ist nicht nur ein farbenprächtiges Schmuckstück aus der Provinz Alajuela, sie möchte auch auf die Veranstaltung "PURA VIDA LAHR 2011" hinweisen. (Pura Vida – ein constaricanischer Ausdruck für „reine Lebensfreude“) Vom 25. Juni bis 16. Juli 2011 werden auf verschiedenen Plätzen der Lahrer Innenstadt costaricanische Künstler Skulpturen fertigen um damit auf das 10-jährige Jubiläum des Bildhauer-Forums 2001 hinzuweisen. Hieraus entwickelte sich dann die Städtepartnerschaft, deren fünfjähriges Bestehen im kommenden Jahr begangen wird. Zu diesen Feiern erwartet Lahr Gäste aus der Partnerstadt und dem ganzen Land Costa Rica. Merken Sie sich den Termin vor. Genießen auch Sie nächstes Jahr "PURA VIDA" im Lahrer Sommer!!!